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Wechseljahre Mann

Wechseljahre Mann

Es ist mittlerweile allgemein bekannt, dass auch Männer in die Wechseljahre kommen. In erster Linie liegt das an der abnehmenden Testosteron-Produktion. Ab dem 40. Lebensjahr verringert sich der Testosteronspiegel im Blut um ca. 2% jährlich.

Dies kann sich in folgenden Symptomen äussern:

  • allgemeine Ermüdung, Erschöpfungszustände
  • Stimmungsschwankungen, Gereiztheit, Depressionen
  • verminderte Leistungsfähigkeit in Beruf und Sport
  • Schlafstörungen
  • verringerte Körperbehaarung, Haarausfall
  • Verringerung der Muskelmasse
  • Osteoporose

Sind die Symptome ausgeprägt muss ein Arzt konsultiert werden.
Eine Hormonersatz-Therapie kann helfen, die erniedrigten Hormonspiegel aufrecht zu erhalten und die Wechseljahrsymptome zu vermindern. Dies ist allerdings nur unter ärztlicher Kontrolle und unter Kontrolle der entsprechenden Hormonspiegel zu empfehlen.

Nährstoffempfehlungen bei Wechseljahrproblemen des Mannes

Nährstoff Empfohlene Tagesdosis Kommentare
Multivitamin-Präparat mit Ginseng   Basisversorgung, besonders für beruflich geforderte und sportlich aktive Männer
Zink 30-60 mg unerlässlich für die körpereigene Testosteronbildung, immunregulierend, reguliert die Stimmung
Vitamin C 1- g Wirkt gegen Müdigkeit, immunregulierend, trägt zur Knochenelastizität bei, verbessert die Spermienqualität
Säure-Basen Produkt   enthält die wichtigen Mineralstoffe Kalzium und Magnesium

Wichtig sind zudem regelmässiges geistiges und körperliches Training, sowie eine gesunde Ernährung. Ein massvoller Umgang mit Alkohol hilft zusätzlich dem Absinken der Hormone entgegen zu wirken.

Die gemachten Angaben basieren auf dem aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisstand. Sie ersetzen keine ärztliche Behandlung bzw. fachmännische, medizinische Betreuung.

Depressive Verstimmung

Depressionen können von normaler, durch Verlust oder Trauer ausgelöster Traurigkeit bis hin zu einem starken Gefühl der überwältigenden Hoffnungslosigkeit reichen. Eine Depression kann sich mit verschiedensten Symptomen manifestieren: depressive Stimmung, Appetitlosigkeit, Erschöpfung, Schlafstörungen, Konzentrationsschwierigkeiten, niedriges Selbstwertgefühl und die Unfähigkeit, Dinge zu genießen, die einem sonst Vergnügen bereiten.

Bei einer Depression ist das Neurotransmitter-Verhältnis im Gehirn gestört. Neurotransmitter sind natürliche Botenstoffe, durch die sich die Nervenzellen miteinander verständigen. Bei einer Depression können niedrige Werte von Serotonin und Noradrenalin beobachtet werden. Mikronährstoffe spielen bei der körpereigenen Synthese der Neurotransmitter eine zentrale Rolle. Durch eine vermehrte Zufuhr der entsprechenden Mikronährstoffen kann in der Regel die Neurotransmitter-Konzentration erhöht werden.

Nährstoffempfehlungen bei Lustlosigkeit und depressiven Verstimmungen:

Nährstoff Empfohlene Tagesdosis Kommentare
Vitamin B6 100-300mg Wirkt stimmungsaufhellend (durch vermehrte Bildung von Serotonin)
Vitamin D3 10-30 μg V.a. bei saisonalen Depressionen (Herbst, Winter)
Zink 30-60mg Ein Zinkmangel ist häufig bei Depressionen und Stimmungsschwankungen
Magnesium 300-600mg Wirkt entspannend, relaxierend
EPO-Nachtkerzenöl 3g Antidepressive Wirkung durch die Regulation des Prostaglandin-Stoffwechsels (körpereigene, hormonähnliche Substanzen)
L-Tryptophan 1-2g Essenzielle Aminosäure; Vorläufersubstanz des Serotonins

Weitere Empfehlungen:

  • Ergänzende Labor-Untersuchungen: Histamin, Schwermetalle, Fettsäure-Profil
  • Lebensmittel-Unverträglichkeiten (z.B. Fruchtzucker) abklären
  • Weniger Genussmittel (Alkohol, Kaffee) und weniger Kohlenhydrate (Zucker, Weissmehl) zuführen
  • Körperliche Aktivität (mind. 3-4 x 30 Min. pro Woche)

Die gemachten Angaben basieren auf dem aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisstand. Sie ersetzen keine ärztliche Behandlung bzw. fachmännische, medizinische Betreuung.

Schlafstörungen

Nicht alle Menschen brauchen gleichviel Schlaf. “Ausgeschlafen” ist, wer morgens ausgeruht erwacht und tagsüber leistungsfähig und wachsam ist. Manche Menschen brauchen neun bis zehn Stunden Schlaf, während andere nur sechs benötigen. Der Ausdruck Schlafstörungen bezeichnet Symptome wie Einschlafstörungen, häufiges Aufwachen und unruhigen Schlaf.

Es gibt viele mögliche Ursachen für Schlafstörungen:

  • Krankheiten, wie Schlaf Apnoe, Narkolepsie, Restless Legs, etc.
  • Stress, Probleme, Depressionen, Angstzustände
  • falsches Schlafklima (Lärm, Licht, Temperatur, Feuchtigkeit usw.)
  • viele Medikamente darunter die “Pille”, Beta-Blocker, Medikamente zur Gewichtsreduktion und Rauschmittel können Schlafstörungen verursachen

Gelegentlich eine schlaflose Nacht zu verbringen oder phasenweise schlecht zu schlafen ist völlig normal. Das ist noch kein Grund zur Besorgnis, unser Organismus hat genug Reserven und er reguliert sich meist selber.

Über längere Zeit andauernde Schlafstörungen, die die Leistungsfähigkeit und die Lebensqualität nachhaltig beeinträchtigen müssen jedoch ernst genommen werden und entsprechend durch den Arzt oder eine spezialisierte Schlafklinik abgeklärt werden. Keinesfalls sollten über längere Zeit unkontrolliert Schlafmittel eingenommen werden. Neben dem Ausschluss ursächlicher Erkrankungen werden dort auch Entspannungsmethoden und der Umgang mit der Schlafhygiene vermittelt.

Bestimmte natürliche Nährstoffe wie Magnesium, B-Vitamine sowie Tryptophan (eine lebensnotwendige Aminosäure) fördern einen gesunden, tiefen Schlaf.

Nährstoffempfehlungen bei Schlaflosigkeit:

Nährstoff Empfohlene Tagesdosis Kommentare
Magnesium 300-600mg entspannende, relaxierende, beruhigende Wirkung
Vitamin B-Komplex   schlafregulierende Wirkung
Vitamin C 0.5-2g Hilft den Schlafrhythmus auszugleichen; entspannt die Hirnströme. Hinweis: gewisse Personen können durch Vitamin C angeregt werden.
L-Tryptophan 1-2g schlafanstossende Wirkung, ½ bis 1 Stunde vor dem Schlafengehen, keine eiweißreiche Mahlzeit 1h vor Einnahme

weitere Empfehlungen:

  • Koffein wirkt anregend und kann den Schlaf beeinträchtigen
  • Alkohol beeinträchtigt den Tiefschlaf (Durchschlafstörungen)
  • schwere Mahlzeiten am Abend vermeiden
  • treiben Sie Sport – dies fördert die Zufriedenheit und Ausgeglichenheit (abendliches Training kann jedoch den Schlaf beeinträchtigen)
  • Entsprannungstechniken und "Ritual" können schlafanstossend wirken

Die gemachten Angaben basieren auf dem aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisstand. Sie ersetzen keine ärztliche Behandlung bzw. fachmännische, medizinische Betreuung.

Haarausfall

Normalerweise verlieren wir täglich 50 – 100 Haare. Sofern diese Verlustrate langfristig überschritten wird, muss die Ursache seriös abgeklärt werden. Neben der klassischen genetischen Veranlagung und dem krankheitsbedingtem Haarausfall können folgende Faktoren ebenso zu einem verstärkten Haarausfall führen: Schlechte Durchblutung der Kopfhaut, akuter Stress, Umweltgifte, schnelle Gewichtsabnahme, Bestrahlungen und gewisse Medikamente sowie Autoimmunreaktionen. Auch schlechte Ernährung und Nährstoffmangel sowie chronische Schwermetallbelastungen, z.B. durch Blei oder Cadmium, können ebenfalls Haarausfall auslösen.

Nährstoff Empfohlene Tagesdosis Kommentare
Biotin 300–500 µg Lebenswichtig für normales Haarwachstum
Vitamin B-Komplex Sollte mindestens je 50 mg Pantothensäure, Inositol, Vitamin B6 und die anderen B-Vitamine in ausgewogenen Mengen liefern Alle B-Vitamine sind wichtig für die Gesundheit und das Wachstum des Haares.
Vitamin E 400 mg Verbessert die Durchblutung der Kopfhaut. Hilft gegen Haarausfall nach Bestrahlung.
Basenmischung + Multimineral Supplement Sollte 10–15 mg Zink und 2–3 mg Kupfer enthalten Zink- oder Kupfermangel können Haarausfall verursachen.
Cystein 1 g Liefert den für die Bildung von Haar benötigten Schwefel.
Hochwertiges Protein Supplement 10–20 g in Form von Primär-hefe bzw. niedermolekula-rem Protein Essentielle Grundlage für den Haarwuchs.
Gamma 4–6 Kapseln Nachtkerzenöl (EPO) Verbessert die Struktur des Haares und hilft, gegen brüchiges Haar und Haarausfall vorzubeugen. Nehmen Sie dazu mindestens 100 IE Vitamin E.

Die gemachten Angaben basieren auf dem aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisstand. Sie ersetzen keine ärztliche Behandlung bzw. fachmännische, medizinische Betreuung.

Gesunde Knochen / Osteoporose

Während unseres gesamten Lebens ist der Knochen einem stetigen Auf- und Abbau unterworfen. Der Bauplan des Knochens ist sehr komplex und besteht zum einen aus Mineralstoffen, zum anderen aus einem kollagenen Grundgewebe. Für eine optimale Knochenqualität (dazu gehören Knochendichte und Knochenelastizität) und für die Erhaltung der Knochenmasse benötigt der Körper daher diverse Mineralstoffe, Spurenelemente, Vitamine, Amino- und Fettsäuren.

Verschiedene neuere Studien haben gezeigt, dass bei diagnostizierter Osteoporose die heute übliche Standardempfehlung, nebst gewissen Medikamenten (sog. Bisphosphonate, Hormone, etc.) einzig ein Kalzium- und Vitamin D-Präparat zu geben, nicht zu einer optimalen Knochenqualität führt. Kalzium und Vitamin D sind zwar zentral, jedoch erst durch die begleitende Zufuhr von Vitaminen (Folsäure, Vitamin B6, B12, C, K), Magnesium, Spurenelementen (Zink, Mangan, Kupfer, Silizium), wird der Knochenstoffwechsel optimal unterstützt. Neuere Studien zeigen auch gute Resultate mit zusätzlicher Gabe von Aminosäuren und Fettsäuren.

Nährstoff Empfohlene Tagesdosis Kommentare
Kalzium 1-1.5 g Unerlässlich für eine optimale Knochendichte
Magnesium 300-600 mg Unerlässlich für eine optimale Knochendichte
Zink 15-30 mg  
Vitamin D3 20-30 μg für die Knochenmineralisierung; verbessert die Muskelkraft, womit die Sturz- und Fraktur-Häufigkeit reduziert wird.
Vitamin C 0,5 – 1 g für die Knochenelastizität
Vitamin K 0.1-0.5 mg Wichtig für eine optimale Knochenstruktur (Osteocalcin)
Folsäure 0.4-1 mg reduziert das Frakturrisiko; zusammen mit Vitamin B6 und B12.

Was kann man sonst noch für seine Knochen tun?

Generell gilt: frühzeitig vorbeugen durch Kombination verschiedener Massnahmen!

  • regelmässig körperliche Aktivität (vor allem leichtes Krafttraining) fördert die Erhaltung der Knochenmasse und den Knochenaufbau
  • 5 mal täglich 1 Portion Gemüse oder Früchte essen.
  • Reduktion von Fleisch, Kaffee, Alkohol. Ein Zuviel erhöht die Ausscheidung von Mineralstoffen.
  • regelmässiger Konsum von Milch und Milchprodukten
  • Kontrolle des Säure-Basen-Gleichgewichtes mit Basenmischungen
  • Knochendichte-Messung und Bestimmung eines Knochenabbau-Parameters

Die gemachten Angaben basieren auf dem aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisstand. Sie ersetzen keine ärztliche Behandlung bzw. fachmännische, medizinische Betreuung.

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