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Wechseljahre Frau

Wechseljahre Frau

Die Wechseljahre sind der Beginn einer neuen und häufig sehr lustvollen Lebensphase mit aktiven Frauen, die sich ihrer Attraktivität bewusst sind. Es ist aber auch eine Lebensphase, die von zahlreichen Veränderungen geprägt ist: Die Kinder werden erwachsen und verlassen das Elternhaus und oft erfolgen in dieser Periode auch berufliche und private Neuorientierungen.

Der Begriff der Wechseljahre definiert einen längeren Zeitraum von 10-15 Jahren während dem die Hormonproduktion in den Eierstöcken langsam versiegt. Dies führt zu einem Hormon-Ungleichgewicht zwischen den Eierstock-Hormonen (v.a. Oestrogen, Progesteron) und den Steuerhormonen der Hypophyse (Hirnanhangdrüse).

Nicht selten erlebt man die Wechseljahre mit den typischen körperlichen und psychischen Begleiterscheinungen, den Wechseljahrbeschwerden. Zudem ist es wichtig, sich gerade in dieser Lebensphase aktiv und vorbeugend mit den steigenden gesundheitlichen Risiken – Herz-Kreislauf-Risiko, Krebs-Risiko, Osteoporose-Risiko -auseinanderzusetzen.

Wechseljahrbeschwerden

Das hormonelle Ungleichgewicht kann zu den bekannten Wechseljahrbeschwerden wie Hitzewallungen, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen, vermindertes Sexualverlangen, trockene Schleimhäute und Gewichtszunahme führen. Mikronährstoffe, Isoflavone und Phytohormone (aus Pflanzen), ergänzend oder als Alternative zur Oestrogen-Substitution können die Beschwerden lindern.

Nährstoffempfehlungen bei Wechseljahrbeschwerden:

Nährstoff Empfohlene Tagesdosis Kommentare
EPO-Nachtkerzenöl 3 g reduziert die Wechseljahrbeschwerden wie Wallungen, Stimmungsschwankungen, Depressionen
Vitamin C und Bioflavonoide je 1200 mg Vitamin C und Bioflavonoide kann Wallungen reduzieren
Mangesium
Vitamin B6
400-600 mg
100 mg
entspannende, stimmungsregulierende Wirkung

Die gemachten Angaben basieren auf dem aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisstand. Sie ersetzen keine ärztliche Behandlung bzw. fachmännische, medizinische Betreuung.

Herzinfarktrisiko

Da der „Oestrogenschutz“ wegfällt steigt auch das Herzinfarktrisiko deutlich an. Im Rahmen des Stockholm Herz Epidemiologie Programms (SHEEP) konnte gezeigt werden, dass das Infarktrisiko durch eine geeignete Mikronährstoff-Supplementierung bei Frauen in der Menopause um 33% gesenkt werden kann.

Empfohlene Mikronährstoffe für die Prävention eines Herzinfarkt-Risikos und zur Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen:

Nährstoff Empfohlene Tagesdosis Kommentare
Omega-3 EPA 1.5 g eine ausreichende Zufuhr reduziert das Herzinfarkt-Risiko, reguliert den Herzrhythmus, verbessert die Fliesseigenschaften des Blutes und trägt zur Regulation des Fettstoffwechsels bei
Coenzym 10 30-90 mg Antioxdians; verbessert den Energiestoffwechsel; unterstützt die Herzfunktion
Magnesium 300 mg entspannende Wirkung; reguliert Herzrhythmus und Blutdruck; erhöhter Bedarf bei Stress

Selbstverständlich gehören regelmässige Bewegung, Nikotinverzicht und bewusste Ernährung zu den wichtigen, generellen Präventionsmassnahmen.

Die gemachten Angaben basieren auf dem aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisstand. Sie ersetzen keine ärztliche Behandlung bzw. fachmännische, medizinische Betreuung.

Risiko für Krebs-Erkrankungen

Die beiden häufigsten Krebsformen bei der Frau sind der Brustkrebs und der Lungenkrebs. Zwei Drittel der Brustkrebs-Erkrankungen entwickeln sich bei Frauen über 50. Zum einen spielen genetische Faktoren eine wichtige Rolle, zum anderen kennt man zahlreiche Einfluss-Faktoren, die das Brustkrebs-Risiko zu beeinflussen scheinen. Das Risiko wird vermindert durch:

  • Gemüse (Kohl, Brokkoli, Blumenkohl)
  • Ausreichend Ballaststoffe und Rohfasern (Gemüse, Früchte, Vollkornprodukte)
  • Carotinoide in Früchten und Gemüsen
  • Ungesättigte Fettsäuren in pflanzlichen Ölen
  • Mindestens 300-500 mg Vitamin C / Tag
  • Ausreichende Selenzufuhr (100-200 μg / Tag)

Das Risiko wird erhöht durch:

  • Alkoholkonsum
  • Übergewicht (ab 35 Jahren)

Die Lungenkrebs-Häufigkeit bei der Frau ist in der letzen Zeit massiv gestiegen. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass Frauen gegenüber früher deutlich mehr rauchen. Empfehlungen können daher nur in die Richtung gehen, Frauen wieder vermehrt vom Rauchen abzuhalten.

Nährstoffempfehlungen zur Vorbeugung von Krebserkrankungen:

Nährstoff Empfohlene Tagesdosis Kommentare
Selen 100-200 μg niedrige Selenzufuhr korreliert mit erhöhtem Risiko für verschiedene Krebsformen
Vitamin C 1 g Antioxidans, Immunmodulator
Multivitamin-Präparat   sollte schwergewichtig Antioxidanzien (Vitamin C,E, Zink, Selen, Mangan) sowie Vitamin D und Folsäure enthalten

Die gemachten Angaben basieren auf dem aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisstand. Sie ersetzen keine ärztliche Behandlung bzw. fachmännische, medizinische Betreuung.

Osteoporose-Risiko

Die Hormonverschiebungen bewirken Veränderungen im Knochenstoffwechsel mit Abnahme der Knochendichte, was zu einer Osteoporose mit erhöhter Knochenbrüchigkeit führen kann.
Man kann der Osteoporose mit regelmässiger Bewegung (leichtes Krafttraining!) und einer ausreichenden Zufuhr von Mikronährstoffen (nicht nur Kalzium und Vitamin D!) wirksam vorbeugen.

Nährstoffempfehlungen bei Osteoporose:

Nährstoff Empfohlene Tagesdosis Kommentare
Kalzium 1-1.5 g Unerlässlich für eine optimale Knochendichte
Magnesium 300-600 mg Unerlässlich für eine optimale Knochendichte
Zink 15-30 mg für die Knochenmineralisierung; verbessert die Muskelkraft, womit die Sturz- und Fraktur-Häufigkeit reduziert wird.
Vitamin D3 20-30 μg für die Knochenelastizität
Vitamin K 0.1-0.5 mg Wichtig für eine optimale Knochenstruktur (Osteocalcin)
Folsäure 0.4-1 mg reduziert zusammen mit Vitamin B6 und B12 das Frakturrisiko

Was kann man sonst noch für seine Knochen tun?

Generell gilt: frühzeitig vorbeugen durch Kombination verschiedener Massnahmen!

  • Regelmässige körperliche Aktivität (vor allem leichtes Krafttraining) fördert die Erhaltung der Knochenmasse und den Knochenaufbau
  • 5 mal täglich 1 Portion Gemüse oder Früchte essen
  • Reduktion von Fleisch, Kaffee, Alkohol, ein übermässiger Konsum erhöht die Ausscheidung von Mineralstoffen
  • Regelmässiger Konsum von Milch und Milchprodukten
  • Kontrolle des Säure-Basen-Gleichgewichtes mit Basenmischungen
  • Knochendichte-Messung und Bestimmung von Knochenabbau-Parametern

Die gemachten Angaben basieren auf dem aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisstand. Sie ersetzen keine ärztliche Behandlung bzw. fachmännische, medizinische Betreuung.

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