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Knochen & Gelenke

Gesunde Knochen / Osteoporose
Während unseres gesamten Lebens ist der Knochen einem stetigen Auf- und Abbau unterworfen. Der Bauplan des Knochens ist sehr komplex und besteht zum einen aus Mineralstoffen, zum anderen aus einem kollagenen Grundgewebe. Für eine optimale Knochenqualität (dazu gehören Knochendichte und Knochenelastizität) und für die Erhaltung der Knochenmasse benötigt der Körper daher diverse Mineralstoffe, Spurenelemente, Vitamine, Amino- und Fettsäuren.
Verschiedene neuere Studien haben gezeigt, dass bei diagnostizierter Osteoporose die heute übliche Standardempfehlung, nebst gewissen Medikamenten (sog. Bisphosphonate, Hormone, etc.) einzig ein Kalzium- und Vitamin D-Präparat zu geben, nicht zu einer optimalen Knochenqualität führt. Kalzium und Vitamin D sind zwar zentral, jedoch erst durch die begleitende Zufuhr von Vitaminen (Folsäure, Vitamin B6, B12, C, K), Magnesium, Spurenelementen (Zink, Mangan, Kupfer, Silizium), wird der Knochenstoffwechsel optimal unterstützt. Neuere Studien zeigen auch gute Resultate mit zusätzlicher Gabe von Aminosäuren und Fettsäuren.

Nährstoffempfehlungen bei Osteoporose

Nährstoff Empfohlene Tagesdosis Kommentare
Kalzium 1-1.5 g Unerlässlich für eine optimale Knochendichte
Magnesium 300-600 mg Unerlässlich für eine optimale Knochendichte
Zink 15-30 mg  
Vitamin D3 20-30 μg für die Knochenmineralisierung; verbessert die Muskelkraft, womit die Sturz- und Fraktur-Häufigkeit reduziert wird.
Vitamin C 0,5 – 1 g für die Knochenelastizität
Vitamin K 0.1-0.5 mg Wichtig für eine optimale Knochenstruktur (Osteocalcin)
Folsäure 0.4-1 mg reduziert das Frakturrisiko; zusammen mit Vitamin B6 und B12.

Was kann man sonst noch für seine Knochen tun?

  • Generell gilt: frühzeitig vorbeugen durch Kombination verschiedener Massnahmen!
  • regelmässig körperliche Aktivität (vor allem leichtes Krafttraining) fördert die Erhaltung der Knochenmasse und den Knochenaufbau
  • 5 mal täglich 1 Portion Gemüse oder Früchte essen.
  • Reduktion von Fleisch, Kaffee, Alkohol. Ein Zuviel erhöht die Ausscheidung von Mineralstoffen.
  • regelmässiger Konsum von Milch und Milchprodukten
  • Kontrolle des Säure-Basen-Gleichgewichtes mit Basenmischungen
  • Knochendichte-Messung und Bestimmung eines Knochenabbau-Parameters

Die gemachten Angaben basieren auf dem aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisstand. Sie ersetzen keine ärztliche Behandlung bzw. fachmännische, medizinische Betreuung.

Arthrose

Unter Arthrose versteht man einen schrittweisen Verlust oder eine Zerstörung der glatten Knorpelmasse, welche die Gelenkoberflächen bedeckt. Speziell im fortgeschrittenen Stadium verursacht die Arthrose auch entzündliche Veränderungen im darunter liegenden Knochen. Die Symptome sind Schmerzen, Deformationen und eingeschränkte Beweglichkeit der Gelenke. Am häufigsten sind die Gelenke an den Fingern, Hüften, Knien, Nacken und der unteren Rückenpartie betroffen. Arthrose wird durch eine Abnutzung der Gelenke verursacht. Es gibt zwei Therapie-Strategien die durch Mikronährstoffe optimal unterstützt werden können:
1. Erhaltung oder Wiederaufbau der Knorpelmasse 
2.

Entzündungshemmung 

Nährstoffempfehlungen bei Arthrose:

Nährstoff Empfohlene Tagesdosis Kommentare
Vitamin E
Selen
Omega-3 EPA
400–800 mg Vitamin E
mind. 200 µg Selen
1,5 –2 g Omega 3
Können einzeln oder in Kombination innerhalb von 1–2 Wochen den Schmerz und die Entzündung wirksam lindern. In der Regel kann die Dosierung der Antirheumatika um etwa die Hälfte reduziert werden!
Nicotinamid 1-4 g Die Gelenkbeweglichkeit wird verbessert und die Schmerzen abgeschwächt. Besonders wirksam für die
Kniegelenke.
Vitamin C 1-2 g kann die Rückbildung von beschädigtem Knorpelgewebe fördern.
Mangan 10-30 mg Mangan ist wichtig für die Knorpelbildung
Kupfer 2-6 mg Kupfer stimuliert das Enzym Superoxiddismutase (SOD), welches Entzündungen und Schmerzen lindert.
Glucosaminsulfat 1-1.5 g wichtig für die Erhaltung und den Aufbau von Knorpelgewebe
Chondroitinsulfat 1-1.5 g wichtig für die Erhaltung und den Aufbau von Knorpelgewebe

Die gemachten Angaben basieren auf dem aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisstand. Sie ersetzen keine ärztliche Behandlung bzw. fachmännische, medizinische Betreuung.

Arthritis

Entzündliche Gelenkserkrankungen zählen zu den häufigen gesundheitlichen Problemen von über 50-Jährigen. Die damit verbundenen Schmerzen, Schwellungen und die eingeschränkte Beweglichkeit werden meist mit schmerz- und entzündungshemmenden Medikamenten (den sogenannten Antirheumatika – mit oder ohne Cortison), sowie mit Physiotherapie behandelt. Die Rheuma-Medikamente haben bei langfristiger Einnahme nicht selten recht massive Nebenwirkungen. Mit einer begleitenden Einnahme von entzündungshemmenden Mikronährstoffen kann die Medikamenten-Dosierung meist deutlich reduziert werden. Dies zeigt eine Vielzahl von Studien, der letzten 20 Jahre.



Nährstoffempfehlungen bei Arthritis:

Nährstoff Empfohlene Tagesdosis Kommentare
Vitamin E 800-1200 I.E. entzündungshemmend und schmerzstillend; Antirheumatika-Dosierung kann in der Regel innerhalb von 4-6 Wochen halbiert werden.
Omega-3-Fettsäuren 1.5-2.5 g entzündungshemmend und schmerzstillend
Vitamin D 50-100 μg (2000-4000 I.E.) entzündungshemmend
Selen 200-400 μg entzündungshemmen

Ernährungsempfehlungen:

  • Reduktion des Fleischkonsums (Fleisch enthält Arachidonsäure; diese fördert und unterhält Entzündungen)
  • 5 mal täglich 1 Portion Gemüse oder Früchte essen
  • Ausgleich des Säure-Basen-Haushaltes (z.B. durch Einnahme von Basenmischungen
  • Reduktion des Übergewichts

Die gemachten Angaben basieren auf dem aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisstand. Sie ersetzen keine ärztliche Behandlung bzw. fachmännische, medizinische Betreuung.