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Immunsystem

Störungen des Immunsystems - Grippe und Erkältungen, Infektionen, Allergien

Das Immunsystem ist nicht wie Herz, Leber oder Niere ein „greifbares“ Organ. Das Immunsystem besteht aus hoch spezialisierten Strukturen, die im Körper verstreut sind: Haut, Schleimhaut, Darm, Milz, Knochenmark, Lymphknoten usw.

Störungen des Immunsystems können zu diversen Krankheitsbildern führen:

  • Infektanfälligkeit (Grippe, Erkältungen, Nieren-Blasen-Infekte, usw.)
  • Allergien (z.B. Heuschnupfen)
  • Autoimmunerkrankungen
  • Erhöhtes Krebsrisiko

Bei vielen Menschen nimmt die immunologische „Schlagkraft“ mit dem Alter ab, weil die Abwehrkräfte des Körpers nachlassen. Die Produktion von Antikörpern ist beeinträchtigt, Immunzellen reagieren zu schwach auf Fremdstoffe, und weisse Blutkörperchen zerstören Bakterien weniger effizient. Diese Veränderungen führen dazu, dass viele ältere Menschen infektionsanfälliger sind. Allerdings verfügen nicht alle über ein schwächeres Immunsystem. Manche von ihnen haben ein Immunsystem, das ebenso leistungsfähig ist wie das eines jüngeren Menschen.

Aber auch jüngere Menschen und Kinder können oft von Infekten und Allergien (z.B. Heuschnupfen) betroffen sein. Der Ernährungszustand und die Versorgung mit immunrelevanten Mikronährstoffen sind wichtige Einflussfaktoren auf die Anfälligkeit für Infekte oder Allergien. Eine regelmässige, vorbeugende Nahrungsergänzung mit Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen über wenigstens 4-6 Monate ist wichtig, damit sich die Immunantwort des Körpers zuverlässig und signifikant verbessert.

Nährstoffempfehlungen bei Erkältung und Infekten

Nährstoff Empfohlene Tagesdosis Kommentare
Multivitamin-Präparat   Basisversorgung
Zink Prävention: 15-30 mg
Während der Zeitdauer eines Infektes: bis 100 mg / Tag (auf mehrere Gaben verteilt)
Zinkmangel führt zur Erhöhung des Infektrisikos. Zink verkürzt im Akutfall die Dauer und Heftigkeit von Infektionen.
Vitamin C Prävention: 1 g
Akute Infekte: höhere Dosierungen
Reduziert das Risiko für Infekte und Erkältungen.
Selen 200 μg Selenmangel erhöht die Aggressivität eines Bakteriums oder Virus. Selen vermindert das Komplikationsrisiko bei Infekten (z.B. Lungen-entzündung).
Vitamin A
Vitamin D
bis 10'000 I.E.
bis 2000 I.E.
Vitamin A und D wurden früher in Form von Lebertran zur Infektprophylaxe empfohlen.

Kinderdosierungen:

von 3-5 Jahren: 1/2 der Dosierungsempfehlung für Erwachsene
von 6-9 Jahren: 2/3 der Dosierungsempfehlung für Erwachsene
ab 10 Jahren: Dosierung wie Erwachsene

Weitere Empfehlungen:

  • Vermeiden Sie Stress
  • Sorgen Sie für eine gute Schlafqualität
  • Bewegung und körperliche Aktivität sind wichtig für ein gesundes Immunsystem
  • Übermässiger Genuss von Alkohol, Tabak, Kaffee und Drogenkonsum belasten das Immunsystem
  • Lassen Sie von Zeit zu Zeit Ihre Belastungssituation mit Schwermetallen bestimmen (mit einer Haaranalyse; www.orthoanalytic.ch); Schwermetalle haben eine massiv immunbelastende Wirkung und können zu Infektanfälligkeit und anderen immunologischen Erkrankungen führen
  • Vermeiden Sie körperfremde Lebensmittel-Hilfsstoffe (E-Nummern)
  • Nehmen Sie regelmässig Supplemente zur Stärkung des Immunsystems ein. Sie benötigen Ihr Immunsystem nicht nur im Winter!

Die gemachten Angaben basieren auf dem aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisstand. Sie ersetzen keine ärztliche Behandlung bzw. fachmännische, medizinische Betreuung.