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Entwicklung von Kindern

Grundversorgung Kind
Der Nährstoffbedarf von Kindern und Jugendlichen für ein gesundes Wachstum ist äusserst hoch. Nicht nur, dass in dieser Zeit viele Bausteine für die Entwicklung bereitgestellt werden müssen. Die Kinder müssen sich in der Schule konzentrieren können und gute Leistungen bringen. Darüber hinaus wird die sportliche Tätigkeit immer mehr gefördert, was den Bedarf an Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen zusätzlich erhöht. Jugendliche ab 12 Jahre haben den gleichen Nährstoffbedarf wie Erwachsene.

Das Wachstum & die Entwicklung des Kindes

Gerade bei Kindern und Jugendlichen sind eine gute Ernährung und viel Bewegung besonders wichtig. Sie ermöglichen ein optimales Wachstum und eine optimale geistige Entwicklung. Die Realität sieht leider oft anders aus. Die Ernährungs- und Lebensgewohnheiten der Kinder entsprechen immer weniger dem Idealzustand. In dieser Situation sind die Eltern gefordert und in der Schule sollten Gesundheits- und Ernährungslehre zum Pflichtfach werden! Die neuesten Ernährungsberichte in den Industrieländern zeigen erschreckende Zuwachsraten beim Übergewicht. Bereits jedes fünfte Kind zwischen 6-15 Jahren gilt als übergewichtig! Dabei spielt nicht nur die oft sehr einseitige Ernährung mit kalorienreicher und energiedichter Nahrung (zu viel Zucker und Fett, zu wenig Obst und Gemüse) sondern auch der Bewegungsmangel eine wichtige Rolle.

Die für das Wachstum und die Entwicklung unerlässlichen Mikronährstoffe kommen dabei natürlich häufig auch zu kurz. Kinder nehmen nach den neuesten Untersuchungen heute weniger Vitamine und Mineralstoffe zu sich als noch vor 5 Jahren. Die Aufnahme der für den Knochenaufbau mitentscheidenden Nährstoffe Kalzium, Vitamin D und Folsäure ist in allen Altersgruppen zu niedrig. Auch die Versorgung mit vielen B-Vitaminen und die Eisenzufuhr sind bei vielen Kindern und Jugendlichen kritisch. Die Zufuhr des für das Immunsystem (z.B. Infektanfälligkeit, Allergien usw.), für die Haut (z.B. Akne) und für die Psyche (z.B. Verhaltensauffälligkeiten) so wichtigen Mineralstoffes Zink ist in den letzten 10-15 Jahren richtiggehend eingebrochen – nicht zuletzt wegen der immer häufiger verwendeten Fertiglebensmittel.

Es ist daher empfehlenswert, seinem Kind regelmässig ein ausgewogenes Nährstoff-Präparat zu geben, das neben Vitaminen auch Mineralstoffe und Spurenelemente enthält. Dieses sollte als Basisversorgung nicht nur im Winter sondern ganzjährig (Kinder wachsen auch im Sommer!) gegeben werden. Jugendliche ab 12 Jahren haben wegen des Wachstums sogar einen eher höheren Nährstoffbedarf als Erwachsene. In dieser Altersgruppe können bereits Erwachsenen-Präparate angewendet werden.

Das kindliche Abwehrsystem

Ab der Geburt ist die Umgebung des Kleinkindes nicht mehr keimfrei. In den ersten Lebensmonaten profitiert das Kind noch von einem passiven „Abwehrschutz“, den es während der Schwangerschaft von der Mutter mit auf den Weg bekommen hat. Danach muss das kindliche Immunsystem mit all den ihm bisher unbekannten Bakterien und Viren allein fertig werden und selbst einen aktiven Abwehrschutz aufbauen. Es ist essentiell für das Immunsystem, dass es möglichst viel Fremdes entdecken und erkennen lernen kann. Übermässige Hygiene ist hier kontraproduktiv!

Die Haut und die Schleimhäute werden in den ersten Lebensmonaten mit bisher für das Kind unbekannten Bakterien besiedelt. Ausgeklügelte Mechanismen helfen dem Immunsystem, zwischen guten (z.B. probiotisch wirksamen) und schlechten (d.h. pathogenen) Bakterien, sowie Viren zu unterscheiden. Diejenigen Keime, welche in den allermeisten Fällen gut mit dem Menschen zusammenarbeiten, vermehren sich und breiten sich aus, um einen schützenden Film zu bilden. Dies sorgt dafür, dass krankmachende Keime nicht an die Hautzellen, respektive die Schleimhautzellen andocken können. Andere schützende Bakterien bilden z.B. Stoffe, die für krankmachende Bakterien giftig sind.

Manchmal brechen die Schutzbarrieren aber zusammen und ein Infekt entsteht. Das Immunsystem erkennt, wenn zu viele krankmachende Keime in den Körper ein- gedrungen sind und beginnt seine Abwehrreaktion, die meist mit Fieber und „Krank-sein“ einhergeht.

Vorteil einer durchgemachten Erkrankung (das gilt auch für eine Impfung) ist, dass das Immunsystem diesen Erreger nun kennt, d.h. bei einem nochmaligen Kontakt viel schneller abwehrbereit ist, sodass manchmal gar keine Erkrankung mehr erfolgt. So machen wir die Kinderkrankheiten i.d.R. nur einmal durch.
 

Häufige Erkrankungen im Kleinkindalter

Kinder sind immer wieder von Infektionen der oberen Atemwege und Durchfällen geplagt. Hier gibt es so viele verschiedene Erreger, dass wir zwar mit zunehmendem Alter gegen einige Subtypen geschützt, d.h. immun sind, aber uns dennoch immer wieder neue Keime befallen können. Die Tonsillitis, d.h. die Mandelentzündung, wird im Kindesalter meist durch solche, für den Körper noch unbekannte Bakterien verursacht.

Es gibt ein Probiotikum (d.h. ein gutes Bakterium), das diesen Erregern entgegen wirken kann. Es konnte aus dem Rachenraum von Kindern, die selten an Tonsillitis erkrankten, isoliert werden. Dieses Probiotikum produziert BLIS, eine Substanz die unerwünschte Keime des Rachenraums abtöten kann. Das Lutschen einer Tablette mit BLIS-produzierenden Probiotika kann nicht nur helfen die Häufigkeit von Mandelentzündungen, sondern auch von Mittelohrentzündungen zu reduzieren.

 Fachddokumentation zum BLIS K12:

 

Nährstoffempfehlungen für Jugendliche

Basisnährstoffe:

Nährstoff Empfohlene Tagesdosis Kommentare
Multivitamin-Spurenelement-Präparat mit altersgerechter Zusammensetzung Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente Die regelmässige Einnahme von Multivitamin-Präparaten (über Jahre hinweg), die nicht nur Vitamine sondern auch Spurenelemente und Mineralstoffe enthalten, unterstützt das Kind bei einem gesunden Wachstum.

Zusätzlich empfohlene Nährstroffe:

Nährstoff Empfohlene Tagesdosis Kommentare
  3-5 J 6-9 J ab 10 J  
Kalzium
Magnesium
400mg
150mg
800mg
300mg
800mg
300mg
Kalzium und Magnesium sind wichtig für ein gesundes Knochenwachstum und für eine gesunde Muskelfunktion ohne Krämpfe.
Zink 7.5mg 15mg 15mg Schützt vor Infekten und Allergien, stabilisiert die Psyche, sorgt für eine reine Haut sowie für eine normale körperliche und sexuelle Entwicklung.
Vitamin C 0.5g 0.5g 1g Wichtig für das Immunsystem (Infekte, Allergien), für elastische Knochen, gesundes Zahnfleisch.

Lernschwierigkeiten, Verhaltensauffälligkeiten, Hyperaktivität, ADHS

Verhaltensauffälligkeit und Hyperaktivität bei Kindern - häufig kombiniert mit markanten Lernschwierigkeiten - werden in den letzten Jahren intensiv diskutiert und vor allem sehr viel häufiger diagnostiziert. Solche Kinder können für Schule und Eltern eine grosse Belastung sein, da ja genau diese Entwicklungsphase für die Heranwachsenden von grösster Bedeutung ist.

In der öffentlichen Diskussion und in den Medien, aber auch bei Fachleuten, stehen die psychsozialen Aspekte als Hauptursache im Vordergrund. Familiäre Verhältnisse sowie der Einfluss der Medien werden als auslösende Faktoren am häufigsten genannt. Die klassische Problemlösung wird dabei in der psychiatrischen Betreuung sowie in der stark zunehmenden Verschreibung von Medikamenten (z.B. Ritalin) gesucht. Dabei wird übersehen, dass meist eine Stoffwechselstörung (!) vorliegt, die mit einer gezielten Ernährung und mit einer gezielten Gabe von Mikronährstoffen (Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Fettsäuren) mit gutem Erfolg behandelt werden kann. Eigene sowie eine grosse Zahl weiterer wissenschaftlicher Studien zeigen, dass betroffene Kinder und Erwachsene mit einer signifikanten Häufigkeit unter einer Schwermetallbelastung (v.a. Blei, Aluminium, Quecksilber) leiden und deutliche Mängel an Kalzium, Magnesium und Zink aufweisen. Ebenso liegt meist ein markanter Mangel an lebensnotwendigen Fettsäuren vor. Dazu gehören die Omega-6-Fettsäuren (z.B. in Nachtkerzenöl-Kapseln) und die Omega-3-Fettsäuren (EPA/DHA, z.B. in Fischöl-Kapseln).

Die Behandlungsstrategie sollte folgende Punkte umfassen:

  1. Ernährung: Vermeiden von körperfremden Lebensmittel-Zusatzstoffen (E-Nummern beachten). Nahrungszubereitung daher vor allem mit Grundnahrungsmitteln – möglichst wenig Fertigprodukte der Industrie.
  2. Gezielte Mikronährstoff-Supplementierung (Kalzium, Magnesium, Zink, Vitamin B6, Nachtkerzenöl, Fischöl (EPA/DHA)
  3. Gezielte Behandlung von chron. Metallbelastungen (Schwermetalle, Aluminium). Empfohlene Analysenmethode: Schwermetall- und Spurenelement-Analyse (Haare; ORTHO-Analytic AG, 8640 Rapperswil, www.orthoanalytic.ch)
  4. Probiotika: Im Gegensatz zur Stoffwechselkorrektur bringen die klassischen Medikamente keine Langzeitlösung, sondern wirken rein symptomatisch. Dies kann in vielen Fällen und in gewissen Phasen sehr erwünscht und hilfreich sein. Eine ärztlich verschriebene Behandlung mit Ritalin sollte daher nicht einfach abgesetzt werden, sondern parallel zur Mikronährstoff-Behandlung erfolgen. Nach einigen Wochen bis wenigen Monaten kann dann jedoch versucht werden, das Arzneimittel zu reduzieren oder allmählich auszuschleichen und die Mikronährstoff-Therapie weiterzuführen.

Nährstoffempfehlungen:

Nährstoff Empfohlene Tagesdosis Kommentare
  3-5 Jahre 6-9 Jahre ab 10 Jare  

EPA (+DHA)

0.5g 1g 1.5g Omega-3-Fettsäuren, v.a. EPA können die Symptome günstig beeinflussen.
Kalzium
Magnesium
Zink
400mg
150mg
7.5mg
800mg
300mg
15mg
800mg
300mg
15mg
Jeder einzelne dieser Mineralstoffe kann zu einer deutlichen Verbesserung der Symptome führen.
Nachtkerzenöl
(kaltgepresst)
1g 2g 3g Seit langem bewährte Nahrungsergänzung bei Hyperaktivität und Lernstörungen.

Die Nährstoffbedürfnisse sind von Kind zu Kind sehr unterschiedlich und zudem abhängig vom jeweiligen Gesundheitszustand. Für eine persönliche und individuelle Beratung empfehlen wir Ihnen jedoch, sich an Ihren Apotheker oder Drogisten zu wenden.

Die gemachten Angaben basieren auf dem aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisstand. Sie ersetzen keine ärztliche Behandlung bzw. fachmännische, medizinische Betreuung.

Probiotika helfen wenn Antibiotika notwendig sind

Manchmal schafft es das kindliche Immunsystem, gleich wie dasjenige von Erwachsenen, nicht allein, einen bakteriellen Eindringling zu besiegen. In diesen Fällen wird der Arzt Antibiotika verschreiben, um die Bakterien abzutöten.

Viele Antibiotika sind aber nicht besonders selektiv, d.h. sie werden gegen diverse Bakterien im Darm oder am Ort der Entzündung wirken – und hierbei auch einige der guten Bakterien abtöten. Wenn der Schutzfilm durch die guten Darmbakterien zerstört wird, kann dies eine Ursache für Durchfälle während der Antibiotika-Therapie sein.

Oral verabreichte Probiotika, d.h. nützliche Bakterien können den strapazierten Darm unterstützen, regenerieren und damit mögliche Durchfälle verhindern. Mit Hilfe von Probiotika kann die Darmschleimhaut besser „abgedichtet“ werden – sie wird somit resistenter gegen krankmachende Keime

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