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Die Haut

Die Haut ist das größte Organ unseres Körpers mit vielen lebenswichtigen Aufgaben: Sie ist konzipiert, um uns vor Umwelteinflüssen zu schützen, Abfallprodukte auszuscheiden, Vitamin D zu erzeugen und unsere Körpertemperatur zu regeln. 
Wegen ihres hohen Nährstoffbedarfs ist die Haut besonders anfällig für Störungen. Hautprobleme sind oft die ersten Anzeichen eines Nährstoffmangels, sie können häufig als Warnsignale aufgefasst werden.

Trockene Haut

Die Haut braucht Feuchtigkeit um geschmeidig zu bleiben. Wenn durch Verdunstung zu viel Feuchtigkeit verloren geht, wird die Haut spröde, trocken und brüchig. Die wichtigsten Feuchtigkeitslieferanten sind unsere natürlichen Hautfette – sie halten Wasser in der Haut zurück, bilden eine Barriere gegen allzu große Wasserverluste und halten die Haut feucht. Es ist ein Trugschluß anzunehmen, daß die Hautfeuchtigkeit vor allem durch äußerlich aufgetragene Kosmetika erhalten werden kann. Die richtige Schönheit kommt von innen!



Nährstoffempfehlungen bei trockener Haut:

Nährstoff Empfohlene Tagesdosis Kommentare
Gamme-Linolensäure
(GLS)
2-4 Kapseln Nachtkerzenöl (EPO) Hilft, die natürlichen Feuchtigkeitsbarrieren der Haut zu erhalten.
Vitamin E 200 mg Schützt die Hautfette und hilft, die Haut feucht zu halten.
Vitamin C 0.5-1 g Wichtig für die Kollagensynthese und die Elastizität der Haut
Essenzielle Fettsäuren 1-2 Esslöffel kaltgepresstes Leinsamen-, Sesam-, Mais- oder Distelöl Hilft, die Haut feucht, geschmeidig und zart zu halten.

Besondere Hinweise:

  • Trinken Sie mindestens 2 Liter Flüssigkeit (vor allem Wasser!) pro Tag
  • Übermäßiger Konsum von raffinierten Kohlenhydraten (Zucker, Weißmehl sowie Alkohol stört den Fettsäure-Stoffwechsel der Haut.
  • Verwenden Sie pH-neutrale Duschmittel und Seifen, evtl. mit rückfettender Komponente

Die gemachten Angaben basieren auf dem aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisstand. Sie ersetzen keine ärztliche Behandlung bzw. fachmännische, medizinische Betreuung.

Hautalterung, Falten und Altersflecken

Mit dem Alter verliert die Haut ihre Elastizität, sie wird zusehends dünner und trockener. Mit einer gezielten Nährstoffzufuhr kann einer übermässigen Faltenbildung und Austrocknung der Haut entgegengesteuert werden.

Nährstoffempfehlung bei Hautalterung:

Nährstoff Empfohlene Tagesdosis Kommentare
Gamma-Linolensäure
(GLS)
2-4 Kapseln Nachtkerzenöl (EPO) Unterstützt die Bildung natürlicher Hautfette
Antioxidantien Präparat
(mit Carotinoiden, Vitamin C, Vitamin E, Zink, Selen und Cystein)
produktabhängig Schützt die Haut vor Oxidationsschäden die u.a. Faltenbildung und Altersflecken verursachen können.
Vitamin C 0.5-1 g Wichtig für die Kollagensynthese und die Elastizität der Haut

Die gemachten Angaben basieren auf dem aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisstand. Sie ersetzen keine ärztliche Behandlung bzw. fachmännische, medizinische Betreuung.

Nährstoffempfehlungen bei Ekzemen

Bei längerdauernden oder immer wiederkehrenden Ekzemen empfehlen wir die Konsultation eines Dermatologen. Folgende Mikronährstoffe haben sich bei Ekzemen bewährt. 


Nährstoff Empfohlene Tagesdosis Kommentare
Vitamin C   2–3 g Kann die Symptome eines Ekzems bedeutend mildern und den Heilungsprozess beschleunigen.
Kalzium 800-1.500 mg Antiallergische Wirkung, z.B. in Basenmischungen.
Magnesium  400 mg  Antiallergische Wirkung, reguliert den Fettsäure-Haushalt; z.B. in Basenmischungen.
Zink 30-60 mg Antiallergische Wirkung, Immunregulierend, reguliert den Fettsäure-Haushalt, z.B. in Basenmischungen.
Gamma-Linolensäure(GLS) 4–6 Kapseln Nachtkerzenöl (EPO) Zusammen mit mindestens 100 mg Vitamin E einnehmen.
Kann bei Kindern auch einmassiert werden.
Mangan 10-20 mg Manganmängel korrelieren mit Allergierisiko.

Die gemachten Angaben basieren auf dem aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisstand. Sie ersetzen keine ärztliche Behandlung bzw. fachmännische, medizinische Betreuung.

Akne

Akne ist eine sehr häufige Hauterkrankung, die typischerweise in der mittleren bis späten Pubertät auftritt und die mit einer gesteigerten Talgproduktion einhergeht. Wenn die verengten Ausführungsgänge der Talgdrüsen bei erhöhter Talgproduktion verstopft sind bilden sich Mitesser(Komedonen). Wird die Abflussstörung nicht behoben, so kann es zu einer Entzündungsreaktion mit Bildung von Eiterpusteln kommen, die ihrerseits vernarben können. Die Ursache der Akne liegt in einem hormonellen Ungleichgewicht zu Gunsten männlicher Geschlechtshormone (Androgene). Die Neigung zur Akne ist teilweise genetisch bedingt und entsprechend vererbbar. Meist stellt sich nach dem 25. Altersjahr das hormonelle Gleichgewicht ein, wonach sich die Krankheit verliert. Neben dem Hormonungleichgewichtkönnen auch bestimmte Antibabypillen, Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten, Stress und Ernährungsfaktoren eine verstärkende Rolle spielen. Insbesondere sollte auf den Omega-6-Fettsäure-Stoffwechsel geachtet werden. Dieser kann gut mit Nachtkerzenöl reguliert werden.
Bei einer ausgeprägten, klassischen Akne vulgaris sollte ein Arzt zugezogen werden. Mikronährstoffe können die klassische Behandlung wirksam unterstützen, nicht aber vollständig ersetzen.



Nährstoffempfehlung bei Akne:

Nährstoff Empfohlene Tagesdosis Kommentare
Vitamin B6 und Magnesium 50 mg Vitamin B6
400 mg Magnesium
Wirksames Mittel gegen prämenstruelle Akne-Ausbrüche. Jeweils eine Woche vor und während der Menstruation nehmen.
Zink 50mg Bei der Behandlung von Pusteln in Verbindung mit Selen besonders wirksam.
Gamma-Linolensäure(GLS) 4–8 Kapseln Nachtkerzenöl (EPO) Gemeinsam mit mindestens 100 mg Vitamin E nehmen.
Vitamin E 200 mg In Ergänzung zum Nachtkerzenöl (EPO)
Chrom 200 µg Organische Chromverbindungen oder Chromhefe bevorzugen.

Folgende Nahrungsmittel sollten sie nach Möglichkeit reduzieren, da diese die Talgproduktion anregen können: Fettes Fleisch, Vollmilch, Schokolade, raffinierte Kohlenhydrate mit wenig Nahrungsfasern.

Die gemachten Angaben basieren auf dem aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisstand. Sie ersetzen keine ärztliche Behandlung bzw. fachmännische, medizinische Betreuung.

Krampfadern

Nährstoffempfehlungen bei Krampfadern:

Nährstoff Empfohlene Tagesdosis Kommentare
Vitamin C mit Bioflavonoiden 1-2 g Vitamin C mit Bioflavonoiden Stärkt Blutgefässe (Venen, Arterien, Kapillaren)
Vitamin E 100-400 mg Verbessert die Blutzirkulation in den Beinen und wirkt der Bildung von Venenentzündungen und Blutgerinnseln entgegen.

Bewegen Sie sich regelmässig oder betätigen Sie sich sportlich, denn die Aktivierung der Beinmuskulatur hilft, die Venenfunktion zu unterstützen.
Vermeiden Sie es, lange am selben Ort zu stehen oder zu sitzen. Wenn das Stehen unumgänglich ist, tragen Sie elastische Stützstrümpfe. Essen sie nahrungsfaserreich.

Die gemachten Angaben basieren auf dem aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisstand. Sie ersetzen keine ärztliche Behandlung bzw. fachmännische, medizinische Betreuung.

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