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Die Haut

Haut und Kollagen
Die älter werdende Haut verliert in der Regel allmählich an Elastizität und Geschmeidigkeit. Diesem Prozess versucht man meist von aussen mit kosmetischen Präparaten entgegen zu wirken. Dabei wird oft vergessen, der Schönheit und einer gesunden Haut „von innen“ genügend Bedeutung beizumessen. Nebst der Genetik und körperlichen Konstitution spielen nämlich auch die Ernährung und eine regelmässige Versorgung mit Mikronährstoffen für die Erhaltung der Hautqualität eine wichtige Rolle. Dabei sollten vor allem zwei Faktoren mitberücksichtigt werden:

  1. Ausreichende Versorgung mit Antioxidanzien zum Schutz vor vorzeitiger Alterung – auch unter dem Einfluss von übermässiger Sonnenbestrahlung, aggressiven Seifen sowie von Chemikalien und Umwelteinflüssen aus der Luft und dem Wasser. Die wichtigsten Antioxidanzien sind die Vitamine C und E, sowie Carotinoide, Selen, Zink, Q10 und Cystein.
  2. Haut und die meisten Gewebe im Körper (z.B. auch Blutgefässe, Knochen, Organe usw.) bestehen aus Kollagen. Kollagen ist für die Geschmeidigkeit und die Elastizität der Haut verantwortlich. Daher sind alle Mikronährstoffe, die der Körper für die eigene Kollagenbildung benötigt, für eine gesunde, elastische Haut enorm wichtig. Dazu gehören Vitamin C, Vitamin B6, Zink sowie auch gut verwertbare Aminosäuren. Auch essenzielle Fettsäuren (z.B. im Nachtkerzenöl enthalten) sind für eine geschmeidige Haut unerlässlich.

Nährstoffempfehlungen für eine gesunde Haut

Nährstoff Empfohlene Tagesdosis Kommentare
Antiox-Präparat   sollte die wichtigsten Antioxidanzien wie Vitamin C, E, Zink und Selen enthalten
Aminosäuren oder kurzkettiges Protein   enthält alle wichtigen Aminosäuren für die Kollagenbildung
EPO-Nachtkerzenöl 2-4 Kapseln Nachtkerzenöl bewahrt die natürlichen Hautfette und hält die Haut geschmeidig
Zink 15-30 mg fördert Reparaturprozesse und die Wundheilung

Anti-Aging



„Anti-Aging“ ist ein modernes Schlagwort, das aus dem angelsächsischen Bereich zu uns gelangt ist und einer vernünftigen Definition bedarf. Keinesfalls sollte damit das Missverständnis geweckt werden, dass die Lebens-Uhr zurückgestellt werden kann.
Die moderne und realistische Definition sieht das „Anti-Aging“ als die Summe aller Maßnahmen, die ein Älterwerden („Aging“) bei bestmöglichem Erhalt von Leistungsfähigkeit und Lebensqualität fördern können.
Das Geheimnis des Alterns ist nicht vollständig gelöst. Man geht heute davon aus, dass theoretisch ein Alter von maximal 120 Jahren erreicht werden kann. Unbestritten ist, dass die Genetik eine sehr wichtige Rolle spielt. Deren Bedeutung schätzt man auf 30 – 70%.
Weitere bekannte und teilweise beeinflussbare Faktoren, die den Alterungsprozess beeinflussen sind:


  • Hormonelle Alterung: Einfluss sinkender Hormonproduktion im Alter
  • Biochemische Alterung: Alterungsprozess auf zellulärer Ebene durch oxidativen Stress und die übermässige Bildung freier Radikale. Diese wirken zellschädigend und führen zu verfrühtem Zelltod.

  • Lebensstil und Umweltfaktoren: Belegt sind die negativen Folgen von Nikotinkonsum und starkem Alkoholgenuss, sowie von Übergewicht, Stress, zu wenig Schlaf und Umweltverschmutzung (z.B. Schwermetallbelastung).

Wenn Sie also die Lebensqualität und das Wohlbefinden mit zunehmendem Alter möglichst lange erhalten möchten, dann ist es am wirkungsvollsten, den Lebensstil nachhaltig und langfristig anzupassen und auch Freude daran zu haben:

  • Vermeidung von Übergewicht, ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse/Obst
  • Regelmässige Bewegung (3x pro Woche 30-40 Minuten)

  • Verzicht auf Rauchen und übermässigen Alkoholkonsum

  • Vermeidung von negativem Stress, genügend Schlaf

  • Vermeidung von übermässiger UV-Bestrahlung (ungeschützte Sonnenbäder)

Eine gesunde Ernährung und die Supplementierung von Mikronährstoffen sind sehr wirkungsvolle Mittel zur Verlangsamung des Alterungsprozesses. Zwei Substanzgruppen stehen dabei im Vordergrund. Es sind dies die Antioxidantien (Bindung freier Radikale bei oxidativem Stress) und die Omega-3 Fettsäuren für die Erhaltung gesunder Gefässe und der Hirnleistung.
Die Mikronährstoffe wirken unterstützend und ersetzen nicht die obengenannten Anpassungen des Lebensstils.

Nährstoffempfehlungen zur Verlangsamung des Alterungsprozesses:

Nährstoff Empfohlene Tagesdosis Kommentare
Antioxidanzien:
Coenzym Q10
Carotinoide
Vitamin C
Vitamin E
Selen
Zink
30-90 mg
6-15 mg
1-3 g
400 I.E
200 μg
15-30 mg
Antioxidanzien reduzieren oxidative Schäden, tragen wesentlich zu Reparaturprozessen bei (auch am genetischen Material), verbessern die Immunantwort; vermindern die Mortalität (wie z.B. Vitamin C)
Omega-3-Fettsäuren 1-1.5 g reduzieren das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und unterstützen die Hirnleistung
Aminosäuren  

wichtig für Immunantwort, Hirnleistung, Bildung von Nervenüberträger-Substanzen, Entgiftung körperfremder Substanzen

Oxidativer Stress / Freie Radikale / Antioxidantien

Auch auf zellulärer Ebene hinterlässt der Stress seine Spuren. Die Vorgänge in den Zellen und ihre möglichen Auswirkungen sind heute weitgehend bekannt. 
Unter oxidativem Stress versteht man ein längerfristig gestörtes Gleichgewicht zwischen der Bildung und dem Abbau von freien Radikalen.
Freie Radikale sind aggressive und hochreaktive Sauerstoff-Verbindungen mit einem ungepaarten Elektron. 
Freie Radikale können erhebliche Schäden an schützenden Zellmembranen, an lebenswichtigen Lipiden, Eiweissen oder an der Erbsubstanz DNA hervorrufen. Oxidativer Stress begünstigt entsprechend eine vorzeitige Alterung, sowie die Entstehung von Tumoren, Arterienverkalkung, Herz-Kreislauferkrankungen, Alzheimer und grauem Star.
Freie Radikale entstehen natürlicherweise im Stoffwechsel, z.B. bei der normalen Atmung. Sie sind nur schädlich, wenn sie im Übermass auftreten oder wenn die antioxidativen Schutzmechanismen versagen oder überfordert sind. 
Ein vermehrtes Auftreten freier Radikale findet man in extremer Ausprägung im Zigarettenrauch, bei übermässiger UV-Strahlung, bei übermässigem psychischem oder physischem Stress, bei Sportlern (hoher Sauerstoffumsatz bei der Atmung) und bei Schwermetallbelastungen. 
Da die freien Radikale auch natürlicherweise im gesunden Stoffwechsel vorkommen, verfügt der Organismus über verschiedene antioxidative Schutzsysteme. Man unterscheidet die endogenen (körpereigenen) Schutzsysteme von den exogenen (von aussen zugeführt) Schutzfaktoren. Mikronährstoffe sind für beide Kategorien überlebenswichtig. Nur mit einer langfristig guten Mikronährstoffversorgung sind die antioxidativen Schutzsysteme funktionsfähig!
Die nachfolgende Tabelle gibt einen guten Überblick:

Antioxidatives Schutzsystem Beteiligte Mikronährstoffe
Vom Körper selbst gebildet Enzyme
• Superoxid-Dismutasen
• Glutathionperoxidasen
• Katalasen
Zink, Kupfer, Mangan
Selen, Glutathion
Eisen
  Radikalfänger
•Glutathion
•Coenzym Q10
•Selenocystein, L-Cystein
•Harnsäure
L-Glutamin, L-Glycin, L-Cystein
Coenzym Q10
Selen, L-Cystein
Von aussen zugeführt Radikalfänger
•Vitamin C
•Vitamin E
•Carotinoide, Vitamin A
•Flavonoide, Resveratrol, …
Vitamin C
Vitamin E
Carotinoide, Vitamin A
Flavonoide, sekundäre Pflanzenstoffe