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Das Gedächtnis

Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen
Im Alter nimmt die Anzahl funktionstüchtiger Hirnzellen ab und die Neurotransmitter (chemische Botenstoffe), mit denen sich die Nervenzellen untereinander verständigen, werden in immer kleineren Mengen produziert. 
Diese Veränderungen können das Erinnerungsvermögen und die Konzentrationsfähigkeit beeinträchtigen. Mangelhafte Ernährung, Medikamente, Erkrankungen anderer Organe, Arteriosklerose und Umweltgifte können altersbedingte Funktionsverluste beschleunigen.

Nährstoffempfehlungen bei Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen:

Nährstoff Empfohlene Tagesdosis Kommentare
Lecithin 10-15 g fördert Gedächtnisleistung
L-Carnitin 2 g fördert Gedächtnisleistung
Aminosäuren   fördert Hirnstoffwechsel
Omega-3 DHA 1-2 g verbessert die Wahrnehmung und das Gedächtnis
Multivitamin-
Präparat
Folsäure Basisversorgung; mit Schwergewicht auf Antioxidanzien, Folsäure und weiteren wichtigen Co-Faktoren für Gedächtnis und Konzentration

Demenz und Alzheimer-Krankheit

Demenz ist eine Erkrankung, die mit einem stufenweise zunehmendem Defizit an kognitiven (Kurzzeitgedächtnis, Denkvermögen, Orientierung und Motorik), emotionalen und sozialen Fähigkeiten einhergeht. Fortgeschrittene Demenz bringt auch Persönlichkeitsveränderungen mit sich und kann zu Sprachstörungen führen. Bei älteren Menschen ist die Demenz weit verbreitet – etwa 10% der über 65-Jährigen und über 30% der über 85-Jährigen sind davon betroffen. Die häufigste Ursache der Demenz ist die Alzheimer-Krankheit, mit einem Anteil von 50-60%. Die zweithäufigste Ursache ist die gefäßbedingte Demenz, die auf eine verminderte Durchblutung des Gehirns, zurückzuführen ist. Diese Form von Demenz ist die Folge mehrfacher kleiner Schlaganfälle (auch unbemerkt verlaufend), wobei jeder Schlaganfall einen kleinen Abschnitt des Gehirns beschädigt. 
Bei der Entwicklung von Demenzen handelt es sich um ein komplexes, multifaktorielles Geschehen. Es gibt jedoch begünstigende oder auslösende Faktoren, die beeinflußt werden können:

  • Arteriosklerotische Gefässveränderungen mit den klassischen Ursachen: Diabetes, erhöhter Blutdruck, Übergewicht, Fettstoffwechselstörungen & Oxidativer Streß, erhöhtes Homocystein
  • Oxidativer Streß mit vermehrter Bildung freier Radikale
  • chronische Belastung mit toxischen Metallen wie z.B. Aluminium, Quecksilber, Zinn, Blei

Nährstoffempfehlungen bei Demenz und Alzheimer Krankheit
. Entsprechend der begünstigenden Faktoren stehen die Antioxidantien und die Unterstützung der Gedächtnisleistung im Vordergrund.

Nährstoff Empfohlene Tagesdosis Kommentare
Vitamin C 1-2 g nachgewiesene präventive und stabilisierende Wirkung
Vitamin E 400-800 I.E. nachgewiesene präventive und stabilisierende Wirkung
L-Carnitin 2 g fördert die Gedächtnisleistung
Omeg-3 DHA 1-2 g verbessert die Wahrnehmung und das Gedächtnis
Vitamin B-Komplex Folsäure: 0.4-1 mg v.a. Folsäure sowie die Vitamine B6 und B12 sind für das Gedächtnis wichtig (Reduktion des Risikofaktors Homocystein)

Weitere Empfehlungen:

  • Ernährung: 5 mal pro Tag Gemüse und Früchte essen, Fisch und wenig Kohlenhydrate
  • Schwermetallbelastungen können die Hirnleistung massiv beeinträchtigen (kann mit einer Spurenelement-Analyse im Haar und im Urin nachgewiesen werden
  • Gingko-Präparate sind hilfreich.

Die zur Zeit eingesetzten klassischen Medikamente können Demenzprozesse nicht verhindern – sie können sie lediglich verzögern und stabilisieren. Studien haben gezeigt, dass auch Mikronährstoffe hierzu in der Lage sind. Eine begleitende – sowie vor allem eine präventive -Einnahme ist daher sinnvoll und empfehlenswert.