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Biochemie der Stressreaktion

Biochemie der Stressreaktion

Die Stressreaktion ist ein physiologisches und lebensnotwendiges Reaktionsmuster, bei dem der Organismus durch Hormonausschüttung innert Sekunden in Abwehrbereitschaft versetzt wird. Die Stressreaktion ermöglicht in einer Gefahrensituation blitzschnelles Handeln, das der Abwehr oder der Flucht dient. Dabei steigen Puls und Blutdruck an und die Durchblutung der Muskulatur nimmt deutlich zu. Generell wird der Energiestoffwechsel aktiviert, wozu auch Mikronährstoffe in ausreichender Menge zur Verfügung stehen müssen.
Andererseits werden nebensächliche Körperfunktionen (Verdauung, Sexualhormone, Infektabwehr, Schmerzempfindung) gezielt herunter reguliert. Die Steuerung erfolgt über die Stresshormone Cortisol, Adrenalin und Noradrenalin.

Diese Vorgänge spielen sich nicht nur bei einer unmittelbaren Gefahrensituation ab, sondern auch ganz allgemein bei Stress. Es ist daher leicht verständlich, dass sich bei permanenter Überforderung entsprechende Stress-Symptome und Stresskrankheiten entwickeln können.