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Beschwerden & Verletzungen

Beschwerden und Verletzungen

Auch im Breitensport gibt es Beschwerden, die durch übermässige Belastung des Muskelapparates auftreten können. Die häufigsten Beschwerdenbilder sind Muskelkater, Gelenkschmerzen, Krämpfe, Sehnenansatzentzündungen, Muskelzerrungen oder die Übersäuerung. Um die Heilung zu unterstützen, können die in der nachfolgenden Tabelle aufgeführten Nährstofftipps beachten werden.

Muskelkater

Unter Muskelkater versteht man Muskelschmerzen, die mit einer Verzögerung von 12-36 Stunden nach einer ungewohnt starken Muskelanstrengung auftreten und für 2-5 Tage anhalten. Typischerweise tritt Muskelkater bei einer muskulären Überlastung bei mangelndem Training, bei Beanspruchung ungewohnter Muskelgruppen oder bei gut Trainierten im Wettkampf nach der Höchstbelastung auf. Mikroskopisch betrachtet, handelt es sich um Mikroläsionen oder Mikrorisse in den Muskelfasern. Durch diese mikroskopischen Verletzungen kommt es zum Wassereintritt mit einer Schwellung des Gewebes, was eine Minderdurchblutung und eine leichte lokale Entzündungsreaktion zur Folge hat. Die Abbauprodukte der verletzten Zellen und der Entzündung gelangen dann an die freien Nervenendigungen, wo sie verzögert die Schmerzrezeptoren reizen. Die Muskeln fühlen sich entsprechend steif und hart an und schmerzen bei Bewegungen und bei Druckausübung.
Eine sichere Behandlung in der Akutphase existiert nicht. Man kann versuchen mit einem warmen Bad die Durchblutung zu fördern und damit den Reparaturprozess zu beschleunigen. Die Vermeidung von Muskelkater funktioniert ausschliesslich durch Vorbeugung:

  • Vermeiden Sie ungewohnte Beanspruchungen durch regelmässiges und aufbauendes Training
  • Pflegen sie durch regelmässige Kalzium- und Magnesiumzufuhr das Mineralstoff-Gleichgewicht im Muskel
  • Kalzium für die Muskelkontraktion (800 mg/d)
  • Magnesium für die Muskelentspannung (300 mg/d)

Für eine optimale Muskelarbeit braucht der Muskel ausreichend Kalzium und Magnesium im Verhältnis von ca. 2:1. Dieses physiologische Verhältnis ist in den Burgerstein-Präparaten gegeben.

Die gute Meldung zum Schluss: Muskelkater ist zwar äusserst schmerzhaft, hinterlässt aber keine bleibenden Schäden am Muskel!

Krämpfe

Ein Muskelkrampf ist eine plötzlich auftretende, meist sehr schmerzhafte Muskelkontraktion, die durch passive Dehnung oder Kompression wieder gelöst werden kann. Die mit Abstand häufigste Ursache für Muskelkrämpfe im Sport sind Störungen im Elektrolythaushalt des Muskels mit einem Mineralstoffdefizit (Kalzium, Magnesium, Kalium) oder einer Verschiebung des Gleichgewichts zwischen Kalzium und Magnesium durch übermässigen Verlust oder mangelnde Zufuhr. Auslösende Ursachen sind eine Überbeanspruchung der Muskulatur, starkes Schwitzen, Hyperventilation oder Alkoholkonsum (bewirkt Flüssigkeitsverlust) und seltener auch ein Carnitin-Mangel oder Medikamente (Diuretika, Betabblocker). Ein regelmässiger und frühzeitiger Flüssigkeitsersatz (v.a. bei Ausdauersportlern!) sowie eine ausreichende Zufuhr von Magnesium, Kalzium und Kalium sind die wichtigsten Massnahmen zur Vorbeugung von Muskelkrämpfen.

Kalzium- und Magnesiummängel können im Blut (z.B. Erythrozyten / rote Blutkörperchen), in den Haaren – nicht jedoch im Blutserum (der Körper hält die Konzentrationen im Blutserum lange konstant) leicht nachgewiesen werden. Dehnungsübungen vor und nach der sportlichen Leistung können Krämpfen vorbeugen. Regelmässige Massage von Muskeln, die zu Krämpfen neigen, kann vorteilhaft sein.

Sehnenansatzentzündungen

Sehnenansatzentzündungen, typischerweise an der Achillessehne, rund um das Kniegelenk (Kniescheibe, Innenseite=Pes anserinus, Aussenseite=Tractus iliotibialis) oder am Ellenbogen („Tennisellbogen“) sind typischerweise auf chronische Fehlbelastungen oder Überlastung zurückzuführen. Aus diesem Grund besteht die langfristige Behandlung dieser Ansatztendinosen in der Korrektur der Fehlbelastung. In der Akutphase helfen gezielte Dehnungsübungen und konsequentes Pausieren. Der Verlauf kann langwierig sein. Mikronährstoffe können einen ergänzenden und unterstützenden Beitrag leisten. Auf jeden Fall sollte ein Selenmangel als häufige Ursache einer Sehnenansatzerkrankung vermieden werden. Bei bestehender Ansatztendinose stehen die Entzündungshemmung und die Unterstützung des Reparaturprozesses im Vordergrund.

Muskelzerrung, Muskelfaserriss, Muskelriss

Es handelt sich um typische Sportverletzungen, die alle durch eine Dehnungsüberlastung in unzureichend trainierter, schlecht aufgewärmter oder ermüdeter Muskulatur auftreten. Handelt es sich um eine reine Überdehnung ohne strukturellen Schaden, so spricht man von einer Zerrung. Beim Zerreissen einzelner Muskelfaserbündel spricht man von einem Muskelfaserriss und wenn der Muskel im ganzen Querschnitt durchtrennt wird, handelt es sich um einen Muskelriss.

 

Alle drei Ausprägungen der Überdehnung sind typischerweise durch einen sofort eintretenden und anhaltenden Schmerz charakterisiert, bei der Zerrung zunehmend krampfartig und beim Muskelfaserriss plötzlich stechend. Bei grösseren Faserrissen oder beim Muskelriss entstehen Dellen und später durch die Einblutung eine Schwellung. Alle drei Verletzung sind langwierig und gehören in ärztliche und physiotherapeutische Behandlung. Es gilt der PECH-Grundsatz: Pause / Eis / Compression / Hochlagerung.
Mikronährstoffe können einen präventiven und einen therapeutischen Beitrag leisten. Präventiv kann die Muskulatur insbesondere durch die regelmässige Zufuhr von Kalzium und Magnesium in ihrer Funktion optimal unterstützt werden.

Therapeutisch kann eine ausgewogene Mischung von Mikronährstoffen die Wundheilung und die Reparaturprozesse wesentlich beschleunigen.

Übersäuerung

Unter Übersäuerung versteht man beim Sportler nicht eine Veränderung des Blut-pH’s. Dieser wird durch zahlreiche Puffersysteme konstant in engen Grenzen gehalten. Vielmehr handelt es sich um eine Übersäuerung des Gewebes und der Zellen. Oft reicht der Sauerstoff in den Muskelzellen während einer Leistung nicht aus. Der Körper stellt auf anaerobe Energiegewinnung (ohne Sauerstoff) um. Dabei entsteht Milchsäure. Je mehr Milchsäure produziert wird, desto stärker sinkt der pH-Wert und desto "saurer" reagiert der Körper. Die entstandene Säure sollte man mit einer Basenmischung neutralisieren, nicht zuletzt weil übersäuerte Muskeln besonders verletzungsanfällig sind. Eine optimale Basenmischung sollte nicht nur den pH-Wert im Gewebe korrigieren, sondern gleichzeitig auch die verbrauchten Mineralstoffe und Spurenelemente wie Kalzium, Magnesium, Kalium, Zink und Mangan ersetzen.

Die Heilung unterstützende Nährstofftips

Nährstoff Kommentare Empfohlene Tagesdosis
Vitamin C Unterstützt die "Reparatur" von Gewebe, schützt vor der Oxidationsbelastung, die mit Gewebeverletzung einhergeht. 1-3 g 
Vitamin A Hohe Vitamin A-Dosierungen nur unter ärztlicher Kontrolle einnehmen. Beschleunigt die Wundheilung und unterstützt die "Reparatur" von Gewebe. 25'000-50'000 IE
Vitamin E Schützt vor der Oxidationsbelastung, die mit Gewebeverletzung einhergeht. 400 mg
Vitamin-B-Komplex Unterstützt den optimalen Stoffwechsel und die Gewebereparaturen. Hochdosiert. Sollte mindestens je 50 mg Vitamin B1, B2, B6 und Pantothesäure enthalten
Zink Wird bei der Proteinsynthese und für die Gewebereparatur benötigt. 60-90 mg 
Hochwertiges Proteinsupplement Liefert eine ausgewogene Zusammenstellung aller essentiellen Aminosäuren, die für Reparatur und Neubildung von Gewebe gebraucht werden. 30-50 g niedermolekulares Protein
Glutamin Wichtige Energiequelle in Stressphasen. Hilft, die Proteinreserven des Körpers zu schonen 2-5 g
Arginin Hilft, die Proteinreserven des Körpers zu schonen und den Proteinabbau in Schach zu halten, unterstützt die "Reparatur" von Gewebe. 2-3 g

Situation in den Spitälern:

Untersuchungen in Spitälern zeigen, dass ein grosser Anteil der Patienten postoperativ weder genügend Proteine noch ausreichend Mikronährstoffe für eine optimale Wundheilung erhalten. Eine Mikronährstoff-Supplementierung findet in der Regel nicht statt.