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Altersbeschwerden

Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Herzinfarkte und Schlaganfälle führen nach wir vor die Todesfallstatistiken in den Industrieländern an. Die Hauptursachen dieser Erkrankungen –Rauchen, Übergewicht, Bewegungsmangel, Diabetes und hoher Blutdruck – sind praktisch allesamt vermeidbar. Primär gilt es also in der Prävention bei den Ursachen anzusetzen. 
Nährstoffe können zusätzlich einen wichtigen präventiven und auch einen therapeutischen Beitrag leisten.



Nährstoffempfehlungen bei Herz- und Gefäßerkrankungen

Schwergewichtig empfehlen wir bei dieser Fragestellung:

  • 
Antioxidantien zur Reduktion des oxidativen Stresses
  • Omega-3-Fettsäuren für die Regulation des Fettstoffwechsel, als Gefäß- und Herzschutz, sowie als Entzündungshemmer

  • Chrom bei Zuckerstoffwechselstörungen 

  • Magnesium/L-Arginin bei hohem Blutdruck
Nährstoff Empfohlene Tagesdosis Kommentare
Coenzym Q10 120 mg Vermindert die Anzahl von Brustschmerzanfällen (Angina pectoris) und verbessert die Herzfunktion bei Herzinsuffizienz. Hilft Blutfette und Cholesterin vor Oxidationsschäden zu schützen. Zwingende Supplementierung bei Statin-Therapie (Medikamente zur Cholesterinsenkung); reduziert das Risiko auch nach überstandenem Herzinfarkt; wirkt leicht blutdrucksenkend.
Magnesium 400-600 mg Vermindert das Herzinfarktrisiko und die Gefahr von Herzrhythmusstörungen und Blutgerinnseln in den Arterien. Hilft auch, die Blutlipide ins Gleichgewicht zu bringen; reduziert Blutdruck
Omega-3-Fettsäuren 1-1.5 g EPA in Form von Fischölkapseln regulieren den Fettstoffwechsel, antiarrhythmisch, antithrombotisch sowie entzündungshemmend (CRP). Vermindern die Häufigkeit von Angina pectoris-Anfällen.
L-Arginin 2-4 g Wirkt gefäßerweiternd (und somit Blutdruck senkend); Reduktion des Risikofaktors ADMA (asymmetrisches Dimethylarginin).
L-Carnitin 1-2 g Vermindert die Anzahl von Angina pectoris-Anfällen und verbessert die Herzfunktion bei Herzkranken. Darüber hinaus normalisiert es die Blutfette.
Vitamin C 2-4 g Hilft die Blutfette ins Gleichgewicht zu bringen und wirkt der Bildung von Blutgerinnseln in den Arterien entgegen. Überdies schützt es Fette und Cholesterin vor Oxidationsschäden; reduziert den Thrombose-Risikofaktor Lipoprotein.
Vitamin E 100-400 mg Wirkt der Bildung von Blutgerinnseln entgegen, schützt Fette und Cholesterin vor Oxidationsschäden und kann HDL vermehren; wirkt entzündungshemmend.
Chrom 200 µg (kann auch in Form von 20 g hoch-wertiger Bierhefe genommen werden) Reguliert die Cholesterinwerte (HDL, DL) und schützt vor Arteriosklerose durch Hemmung von sogenannten Glykosylierungsprozessen, Verbesserung der Risikofaktoren des metabolischen Syndroms.
Selen 200 µg Hilft, Blutfette und Cholesterin vor Oxidationsschäden zu schützen, stärkt den Herzmuskel

Weitere Empfehlungen:

  • lassen Sie sich regelmässig Blutdruck, Blutzucker und Blutfette(Cholesterin), sowie andere Risikofaktoren(hs-CRP, ADMA, Coenzym Q10, usw.) messen.
  • Ernährung: Übergewicht reduzieren, Gemüse und Früchte stehen im Vordergrund, Kohlenhydrate und versteckte Fette reduzieren, wenig Alkohol.
  • regelmässige Bewegung
  • reduzieren Sie durch gute Planung und Ursachenfindung Ihre persönlichen Stress-Faktoren, schaffen Sie sich mehr Freiräume für sich und ihre Familie

Die gemachten Angaben basieren auf dem aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisstand. Sie ersetzen keine ärztliche Behandlung bzw. fachmännische, medizinische Betreuung.

Bluthochdruck (Hypertonie)

Bluthochdruck gehört zu den wichtigen Risikofaktoren für Herzinfarkt, Schlaganfall und Arteriosklerose. Die meisten Fälle von Bluthochdruck ergeben sich aus einer Kombination von unausgewogener Ernährung, Bewegungsmangel und Stress. Bluthochdruck ist eine schweigende Störung – die meisten Hypertoniker leben symptomfrei, und viele von ihnen wissen nicht einmal, dass sie unter Bluthochdruck leiden. Daher sollte der Blutdruck regelmäßig (mindestens zweimal im Jahr) überprüft werden, besonders bei Menschen, die zu einer Risikogruppe gehören: Dauerbelastung/Stress, Übergewicht, Bewegungsmangel, familiäre Belastung(erhöhter Blutdruck in der Familie).

 Mikronährstoffe können sowohl zur Prävention, wie auch zur begleitenden Behandlung von hohem Blutdruck eingesetzt werden.



Nährstoffempfehlungen bei hohem Blutdruck:

Nährstoff Empfohlene Tagesdosis Kommentare
Magnesium 400-600 mg Blutdrucksenkend durch Entspannung der Gefässmuskulatur
L-Arginin 2-4 g wirkt gefässerweiternd und daher blutdrucksenkend
OMega-3-Fettsäuren 1.5 g Fischölpräparate sowie Fischmahlzeiten (2 x pro Woche) helfen, den Blutdruck zu senken
Coenzym Q10 120 mg Blutdrucksenkend

Weitere Empfehlungen:

  • Übergewicht reduzieren, Gemüse und Früchte stehen im Vordergrund, Kohlenhydrate und versteckte Fette reduzieren, wenig Alkohol, Kochsalz im Mass Faustregel: pro Kilogramm Gewichtsreduktion läßt sich der Blutdruck um 2 mmHg systolisch und um 1 mmHg diastolisch absenken!
  • reduzieren Sie Stress; schaffen Sie sich Freiräume für Entspannung und körperliche Aktivität

Die gemachten Angaben basieren auf dem aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisstand. Sie ersetzen keine ärztliche Behandlung bzw. fachmännische, medizinische Betreuung.

Hohe Cholesterin- und Blutfettwerte

Das Gesamt-Cholesterin, das „gute“ Cholesterin (HDL), das „schlechte“ Cholesterin (LDL) sowie der Triglycerid-Spiegel besitzen in der Medizin als Blut-Messwerte für die Abschätzung des Arteriosklerose-Risikos einen hohen Stellenwert. Das Cholesterin übernimmt andererseits als physiologische, körpereigene Substanz viele wichtige Funktionen im Körper (Zellstruktur, Bildung von Sexualhormonen, Bildung von Vitamin D, Coenzym Q10 und von Hautfetten). 
Es ist zu beachten, dass die häufig zur Cholesterinsenkung eingesetzte Medikamentengruppe der Statine auch körpereigene Enzyme blockiert, die für die Coenzym Q10-Produktion in den Mitochondrien verantwortlich sind. In diesem Fall empfiehlt sich eine begleitende Einnahme von Coenzym Q10.

Bei Übergewicht ist übrigens oft eine Gewichtsreduktion ausreichend, um die Blutfettwerte zu normalisieren.

Eine Ernährungsumstellung sowie eine gezielte, begleitende Mikronährstoff-Supplementierung können Sie unterstützen, den Fettstoffwechsel wieder ins Lot zu bringen.



Nährstoffempfehlungen bei Fettstoffwechselstörungen:

Nährstoff Empfohlene Tagesdosis Kommentare
Antioxidantien   verhindern die Oxidation des LDL-Cholesterins
Coenzym Q10 90-120 mg hilft die Blutfettwerte zu regulieren und reduziert die Nebenwirkungen von Statinen (z.B. Muskelschmerzen)
Chrom 200-400 μg senkt LDL, erhöht HDL
Omega-3-Fettsäuren 1.5 g wirkt fettstoffwechsel-regulierend
Vitamin E 400 mg erhöht HDL, schützt LDL vor Oxidation, antithrombotisch
Lezithin 7.5-15 g reguliert Fettstoffwechsel

Weitere Empfehlungen:

  • Übergewicht reduzieren
  • ungesättigte Fettsäuren aus Pflanzenölen bevorzugen
  • ballaststoffreiche Lebensmittel reduzieren das Gesamtcholesterin und das LDL
  • Bewegung und körperliche Aktivität

Die gemachten Angaben basieren auf dem aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisstand. Sie ersetzen keine ärztliche Behandlung bzw. fachmännische, medizinische Betreuung.

Diabetes, Typ 2

Diabetes ist eine chronische Krankheit, deren Hauptmerkmal ein erhöhter Blutzucker (Glukose) ist. Ein anhaltend hoher Blutzuckergehalt ist toxisch. Wenn der Krankheit über Jahre hinweg nicht genügend Rechnung getragen wird, kann Diabetes entsprechend zu schweren Organschädigungen (Nierenversagen, Herzinfarkt, Erblindung) führen.
Was früher vornehmlich als „Alterszucker“ auftrat, wird mittlerweile als Diabetes Typ 2 bereits bei Kindern und Jugendlichen diagnostiziert. Veränderte Ernährungsgewohnheiten und ein veränderter Lebensstil haben zu dieser Situation beigetragen. 
Die meisten Erkrankungen treten bei übergewichtigen Menschen auf, die nicht regelmäßig Sport treiben und zu viele Kohlenhydrate und fettreich essen. Angemessene Ernährung, Sport und das Halten des Normalgewichts können das Risiko für einen Diabetes bedeutend senken.

Nährstoffempfehlungen bei Diabetes:
Diabetes-Patienten gehören unbedingt in regelmäßig ärztliche Behandlung. Mikronährstoffe können vorbeugend und unterstützend wirken.

Nährstoff Empfohlene Tagesdosis Kommentare
Chrom 200 800 µg
(kann auch in Form von 5 10 g Primärhefe eingenommen werden)
Primärhefe enthält den natürlichen Glukosetoleranz-Faktor (Blutzuckerregulator), und Chrom ist für die Bildung des Glukosetoleranz-Faktors essenziell. Verbessert die Insulinsensitivität und die Einstellung des Zuckerspiegels.
Zink 30-60 mg Kann helfen, den Blutzuckergehalt zu regulieren und den Bedarf an oralen Antidiabetika bzw. Insulin zu reduzieren.
Vitamin B-Komplex Hochwertiges Supplement mit mindestens 50 mg Thiamin (Vitamin B1), Niacinamid und Vitamin B6 Nervenschädigungen bei bestehendem Diabetes (Neuropathien) können durch zusätzliche Gaben von Thiamin (Vitamin B1) und Vitamin B6 vermindert werden.
Magensium 400-600 mg Verbessert die Kontrolle des Blutzuckergehaltes und schützt gegen Erkrankungen der Herz- und Blutgefäße.
L-Carnitin 1-4 g Verbessert die Symptomatik von Nervenschädigungen.
Verbessert Blutfettwerte und Ketonkörperwerte.
alpha-Lionsäure 200-600 mg Prophylaxe diabetischer Neuro- und Nephropathien.

Weitere Empfehlungen:
Beim begleitenden Einsatz von Mikronährstoffen ist zu beachten, dass der Insulinbedarf zum Teil deutlich reduziert werden kann. Diesem Umstand müssen Patienten, die Insulin spritzen oder orale Antidiabetika einnehmen, Rechnung tragen (evtl. Dosisreduktion in Absprache mit dem Arzt).

Die gemachten Angaben basieren auf dem aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisstand. Sie ersetzen keine ärztliche Behandlung bzw. fachmännische, medizinische Betreuung.